BvSder unbekannte Soldat

zum Andenken an Bertha von Suttner, Pazifistin

(2012/2014)

Anlässlich des 100. Todestages der Pazifistin Bertha von Suttner und des 100. Jahrestages des Ersten Weltkrieges setzt sich dieses Audiobuch mit den komplexen Zusammenhängen von Frieden, Pazifismus und den politischen Gegebenheiten auseinander, die zwar einerseits Waffen dulden, andererseits ihre Nichtanwendung fordern.

Der Kampf Bertha von Suttners gegen das Primat des Krieges zu Beginn des 19. Jahrhunderts scheint heute vielen gewonnen; dennoch verhalf er dem Pazifismus nicht zum Sieg, im Gegenteil: in kleine Scheibchen aufgeteilt, führt die Menschheit so viel Krieg wie nie zuvor. Weit weg von unseren comfort zones, ist er einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren unserer Gesellschaft und es ist kein Ende in Sicht, aller Beteuerungen der Politik zum Trotz.

Als ich Herbst 2011 eingeladen wurde, bei einer Sammelausstellung über Bertha von Suttner mitzuwirken, war sie mir kaum ein Begriff. Ich glaube, den meisten geht es ähnlich. Auf Bertha von Suttner angesprochen, weiß kaum jemand mehr als dass sie früher auf dem 1000-Schilling-Schein war, mal einen Nobelpreis gewonnen und irgendwas mit Frieden zu tun hat. Die "jungen Leute" wissen wohl noch weniger. Wenn sie nicht gerade auf eine der zahlreichen Bertha-von-Suttner-Schulen gehen.

Also besorgte ich mir die Hamann-Biografie und Suttners Hauptwerk, "die Waffen nieder!". Und umso mehr ich mich vertiefte, desto schärfer wurde das Bild einer selbstbewussten, beeindruckend modernen Frau, deren Lebenswerk weit mehr ist als das Bekämpfen des Krieges als Geißel der Menschheit. Angesichts der Situation im Nahen Osten, in der Ukraine und des abermals drohenden Weltwirtschaftskollaps sind ihre Analysen und Prophezeiungen zeitlos aktuell.

Mit diesem Projekt betrete ich ein Spannungsfeld, in dem es um mehr geht als nur künstlerisch-kreative Verwirklichung. Man muss einen Standpunkt einnehmen, so wie das jedeR tun sollte, denn dazu zwingen uns besagte Szenarien. Dieses Audiobuch ist also in seinem ganzen Spektrum auch ein politisches Statement nach außen, und ich kann mich Suttners Worten nur anschließen:

Die Waffen nieder!

Denn gäbe es keine Waffen mehr – also gäbe es niemanden mehr, der sie baut, verkauft, vertreibt und billigt –, würden sich die Menschen vielleicht die Köpfe mit ihren eigenen Fäusten einschlagen. Das führte aber nicht zu 150000 Toten in Syrien, zu keinen afrikanischen Kindersoldaten und auch nicht zu einem ekelerregenden Waffenlobbyismus, der der Politik ihren Willen aufzwingt.
Dieses Buch richtet sich gegen die Egoisten da draußen und fordert sie auf, endlich Ruhe zu geben und einzusehen, dass jeder Krieg letztlich auf ihr Wirken zurückzuführen ist.

der unbekannte Soldat Cover
soldat landkarte

der unbekannte Soldat an seinem Bestimmungsort, kurz vor der Idee zum Cover

Centrefold
me shooting 01
Soldaten 01

Soldaten aus Pappmaché

Fliegerschatten

der berühmte Doppeldecker als Schattenwurf

maissi und lukas

Lukas Lauermann und Robert Maiss bei den Aufnahmen

Interviewpartner Wolfgang Petritsch

Interviewpartnerin Susanne Jalka

Maria und Georg

Interviewpartner Maria Enichlmair und Georg Hamann

Lukas Lauermann

Lukas Lauermann – Cello

nach der Show

v.l.n.r. die Vorleser Klaus Kubo&Robert Schwertner, Lukas Lauermann, ich, Robert Maiß und Roland Tomrle vom Mono Verlag

"ned med våbnene!"

Robert Maiss und ich bei einer Live-Impro zum Stummfilm "die Waffen nieder!"

Auszüge aus dem Audiobuch "der unbekannte Soldat – zum Andenken an Bertha von Suttner"
der unbekannte Soldat – Promotionvideo (deutsch)

 

 

 

Medienecho

Auszüge aus der Presse und dem Radio.

1. Artikel im Online-Medium Deutsche Welle, 21.6.

Bertha von  Suttner – dem Frieden gewidmet

2. Kurier

Kurier

3. Oberbayr. Volksblatt

OVB 26.8.

4. Oberösterreichische Nachrichten

Ausschnitt aus der Sondersendung auf BR2 zum 100. Jahrestag der Schüsse in Sarajevo
Rezension im ORF/Radio Vorarlberg vom 29.6.

 

Bilder – Making of – Stills

Cover

Das Coverfoto existierte in seiner Grundidee schon bei der Audioinstallation; erinnnert ein bißchen an Lucky Luke, nur irgendwie anders.

Szenerie 06

die Schattenszenerie noch in Unordnung

Szenerie 04

der projizierte Schriftzug
"immer und überall:
Krieg dem Kriege, Schach der Qual!"

me shooting 03

Egoshooter

Fliegerschatten

der berühmte Doppeldecker als Schattenwurf

Szenerie 05
dove of peace

Verenas Friedenstaube, frei nach Picasso

Szenerie 02
Szenerie 03

der projizierte Schriftzug "die Waffen nieder", der uns zum Centrefold inspirierte

me shooting 02
soldat landkarte

der unbekannte Soldat an seinem Bestimmungsort, kurz vor der Idee zum Cover

Szenerie 01
i shoot Verena

klassischer Gegenschuss mit…

Verena shoots me

… Verena

U Boot
me shooting 01
Psychobus

der Psychobus: namhafte Psychopathen und Therapeuten in einem Hippiebus versammelt

Geldschein

der berühmte 1000-Schilling Schein, auf dem die Bertha solange abgebildet war

Franz Ferdinand in the house
Panzer
Flieger mit Schatten
Soldaten 01

Soldaten aus Pappmaché

Soldaten 02
Zeppelin

der ebenso berühmte Zeppelin

Kaserne

das Militärkommando St. Pölten in einer früheren Aufnahme

wummse

Centrefold

die Idee mit dem Centrefold entstand aus Verenas Stil des Bauens von plastischen Landschaften, und diese korrespondiert wunderbar mit der musikalischen Landscape auf der CD.

die Noten der Klavierstücke aus "der unbekannte Soldat" (außer ransom):


1. outpost

2. the battle

3. out on the fields

4. the battle (reprise)

Ich danke allen Mitwirkenden:

  • dem Mono-Verlag für ihr ihre Risikobereitschaft und Enthusiasmus und dafür, dass dieses Projekt ohne Kompromisse realisiert werden konnte;
  • Gabriele Ecker von der Literaturförderung Niederösterreich für ihre mentale und finanzielle Unterstützung;
  • Verena Hochleitner für die schöne Zusammenarbeit bei den Illustrationen und Fotos;
  • den beiden wunderbaren Musikern Lukas Lauermann und Robert Maiß für ihre kongeniale Improvisation;
  • den wunderbaren Interviewpartnern Susanne Jalka, Maria Enichlmair, Georg Hamann und Wolfgang Petritsch für ihre Beiträge;
  • natürlich den Soldaten und Bediensteten des Bundesheeres in St. Pölten für ihre (unerwartete) Bereitschaft zur Teilnahme, ohne die dieses Buch nie zustande gekommen wäre…
  • … und meiner Familie, Gabi, Tara und – seit Neuestem – Valentin.