bisherige Publikationen (Auswahl)

Morgen – die Antwort auf heute

eine Persiflage auf die Geißel des Boulevards

Das Land Österreich leidet seit über 10 Jahren an der Krankheit des Gratisjournalismus. Nicht, dass der Herausgeber oder die Mitarbeiter dafür gratis arbeiten müssen, nein im Gegenteil: Das Gratissegment scheint hierzulande sogar das einzige in der ganzen Branche zu sein, das marktwirtschaftlich noch blendend funktioniert.
Die LeserInnen bekommen das Druckwerk gratis, das ist gemeint. Und es ist gemein. Denn sie sind der Substanz quasi schutzlos ausgeliefert. Wo bei anderen Machwerken der Presse noch das Argument des Preises (zu hoch) oder des eigenen IQ (zu niedrig) wirkt, sind hier keine Zügel mehr angelegt. Der Leser handelt hier ganz wider die Vernunft nicht nach dem Grundsatz "was gratis ist, kann nichts wert sein", sondern nach der Devise: einem geschenkten Gaul schaut man nichts Maul.

Dem Antijournalismus der hiesigen Gratiszeitungen sei mit MORGEN ein Denkmal gesetzt. Möge diese Krankheit bald durch Nichtbeachtung vorüber gehen.

Da inzwischen längst vergriffen, geht es hier zur Online-Version der ersten (aber hoffentlich nicht einzigen) Ausgabe von MORGEN:

MORGEN – die Antwort auf HEUTE

Theaterstück

Helmut Schmidt muss umdenken

– ein Kurztheaterstück –

Die EU beschließt das Verbot der Zigaretten mit Mentholgeschmack. Wann, das weiß man noch nicht genau, aber wenn das alle in Brüssel wollen, geht es mitunter ziemlich schnell.
H. Schmidt, der geräucherte Altkanzler, sitzt nach der Wahlniederlage seines Protegés P. Steinbrück in seinem Wohnzimmer am Schachtisch und unterhält sich mit seiner verstorbenen Ehefrau Loki.

Er: du bist dran.

Sie [zieht mit ihrem Läufer]: hast du gehört? Die EU will nun auch die Mentholzigaretten verbieten. Da mußt du umdenken. Dann musst du aufhören zu rauchen.

Er [starrt auf den letzten Zug am Schachbrett]: Nee. [Pause] Ich werde vorsorgen.

Sie: willst du so viele Mentholzigaretten kaufen, dass es bis zu deinem Tod reicht?

Er: Genau.

Sie: Aber das kann sehr bald sein. Vielleicht kaufst du dir dann zu viele?

Er: Hm.

Sie: Außerdem weißt du ja gar nicht, wann das Verbot in Kraft tritt.

Er: Wenn das alle in Brüssel wollen, geht's mitunter sehr schnell.

Sie: Ich finde das interessant. Du bist über 90 und weißt nicht, wie lange du noch lebst und willst vorsorgen…

Er [unterbricht sie]: Du bist ja schon tot. Mach dir mal keine Gedanken.
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[weiter im pdf]

Cartoons

Cartoon Adam und Eva
Cartoon letzte Abendmahl
Cartoon Europarat